Professionelle
und persönliche
Logopädie

Ich bin Mitglied beim deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl).

Weiterführende Informtionen finden sie auf der Website des dbl: https://www.dbl-ev.de/patienteninformationen/

Kinder

  • Sprachentwicklungs-störungen (SES)
  • Sprechstörung
  • Orofaziale Dysfunktion /    Myofunktionelle Störung
  • Redeflussstörungen
  • Weitere Störungen

Sprachentwicklungsstörung (SES)

Ab dem vierten Lebensjahr liegen Sprachentwicklungsstörungen vor, wenn sich die Sprache des Kindes nicht altersgerecht entwickelt. Betroffen sein können die Aussprache, der Wortschatz und/oder die Grammatik. Das Ziel der logopädischen Therapie ist es, die sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern, die Kommunikation zu erleichtern und das Kind im Alltag bestmöglich zu unterstützen. 

Bildet das Kind nach 24 Monaten keine Mehrwortäußerungen und hat einen geringeren Wortschatz als 50 Wörter, spricht man von Late Talkern. Das Ziel ist hier die Förderung von sprachlichen Vorläuferfähigkeiten.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist in beiden Fällen ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Semantik/Lexikon

Lexikalische Störungen betreffen den Wortschatz eines Kindes. Das bedeutet, dass Kinder Schwierigkeiten haben, neue Wörter zu lernen und ihren Wortschatz altersgerecht zu erweitern. Die ersten Wörter sprechen Kinder meist im Alter von etwa einem Jahr. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres kennen viele Kinder ungefähr 50 Wörter. Ab diesem Zeitpunkt vergrößert sich der Wortschatz plötzlich sehr schnell.

Bei einer semantischen Störung liegt die Schwierigkeit darin, die Wortbedeutung richtig zu verstehen und zu speichern. Betroffene Kinder können bekannte Wörter oft nicht sicher zuordnen oder mit bereits vorhandenem Wissen verknüpfen. Dadurch fällt es ihnen schwer, Wörter in passende Kategorien einzuordnen oder den richtigen Begriff in einer Situation zu finden.

Häufig treten semantische und lexikalische Störungen gemeinsam auf. Die Ziele sind der Wortschatzaufbau und die Ausdifferenzierung des selben.

Phonologie

Bei einer phonologischen Störung ist die Aussprache etroffen. Laute sind teilweise noch nicht erworben, können aber schließlich korrekt ausgesprochen werden. Typischerweise werden Laute durch andere ersetzt, ausgelassen oder an andere angepasst. Dabei ist das motorische Programm der Laute, welches für die korrekte Artikulation verantwortlich ist,  nicht betroffen.

Beispielsweise wird das /sch/ durch ein /s/ ersetzt: „Schule“ wird zu „Sule“

Das Ziel ist es, die fehlenden Laute zuverlässig zu Identifizieren, sie zu erwerben und korrekt im Wort einzusetzen.

Morphologie/
Syntax

Morphologie beschreibt die Wortgrammatik, wohingegen Syntax die Satzgrammatik meint. Es können alle Bereiche der Grammatik betroffen sein u.a. Genus, Numerus, Kasus, Satzstellung und Satzvollständigkeit.

Beispiele sind: „Der Baby hungrig ist.“ oder „Die Vogels essen die Nusse.“ oder „Der Papa mag der Käse.“

In der Therapie liegt der Fokus auf der Wahrnehmung der grammatischen und syntaktischen Strukturen sowie dem Erwerb und der Anwendung der notwendigen Regeln.

Sprechstörungen und Orale Dysfunktionen

Funktionelle Sprechstörung /
Artikulations-störung

Betroffen ist hier die Phonetik, also die korrekte Realisierung der Laute. Da ein falsches motorisches Programm abgespeichert ist, klingt der Laut anders als gewohnt.

Beispielsweise rutscht die Zunge  beim „s“ durch die Zähne (Lispeln).

Häufig klingt z. B. das „s“ wie „ß“ oder „sch“ wie „sl“. 

Manche Kinder „nuscheln“ und sind schwer zu verstehen.

Das Ziel ist die korrekte Lautbildung.

Organische
Sprechstörung /
Artikulations-störung

Betroffen ist ebenfalls die Artikulation. Die Laute können jedoch aufgrund der Anatomie nicht richtig produziert werden, es liegt also nicht am erlernten motorischen Programm.

Beispiele sind Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel Fehlbildungen (LKGS) oder Nasalitätsstörungen. 

Das Ziel ist hier, im Rahmen der individuellen Möglichkeiten, eine möglichst lautreine Produktion der betroffenen Laute.

Orofaziale / 
Myofunktionelle Störung

Eine orofaziale Dysfunktion bzw. myofunktionelle Störung betrifft die Muskeln und die Wahrnehmung im Mund- und Gesichtsbereich. Häufig haben betroffene Kinder den Mund auch in Ruhe geöffnet und die Zunge liegt nicht am Gaumen, sondern unten im Mund. Dadurch können Probleme beim Atmen, Kauen, Schlucken und Sprechen entstehen. Langfristig kann dies auch die Entwicklung von Zähnen und Kiefer beeinflussen.

Das Ziel ist die Muskelkraft und Koordination im orofazialen Bereich zu verbessern – häufig in Zusammenarbeit mit der Kieferorthopädie, Zahnärzt:innen oder Kinderärzt:innen.

Redeflussstörungen und weitere

Redeflussstörungen treten genauso auch bei Jugendlichen und Erwachsenen auf.

Stottern

Stottern ist eine Störung des Redeflusses. Dabei kommt es zu Wiederholungen von Lauten, Silben oder Wörtern, zu Dehnungen von Lauten oder zu Sprechblockaden. Viele Kinder versuchen, schwierige Wörter zu vermeiden oder anders zu formulieren. Zusätzlich können Begleiterscheinungen wie Muskelanspannungen, Mitbewegungen, veränderte Atmung oder das Meiden von Blickkontakt auftreten.

Beispiele:

Wiederholung: „Ma-ma-ma-marmelade“

Dehnung: Mmmarmelade

Blockade: Stopp beim Sprechen

Das Ziel ist die im Kindesalter mögliche Remission zu unterstützen und Techiken zu erlernen, welche das Sprechen so flüssig, wie möglich machen.

Poltern

Beim Poltern ist das Sprechtempo deutlich erhöht. Es werden Laute, Silben und Wörter ausgelassen, ersetzt und/oder verschmelzen miteinander, wodurch die Verständlichkeit deutlich eingeschränkt ist. Häufig sind diese Symptome auch beim Lesen und Schreiben zu beobachten.

Die Wahrnehmung und die kontrollierte Steuerung des Sprechens sind die Ziele, um die Verständlichkeit zu erhöhen.

weitere

  • Selektiver Mutismus
  • Stimmstörungen bei Kindern
  • Auditive Verarbeitung und Wahrnehmungsstörung (AVWS)
  • Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
  • Hörschädigung bei Kindern
  • Infantile Cerebralparese (CP)
  • Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED)
  • Neurologische Sprach- und Sprechstörungen bei Kindern

Erwachsene

  • Stimmstörungen
  • Erworbene Sprachstörung
  • Erworbene Sprechstörung
  • Schluckstörung
  • Neurodegenerative Erkrankungen
  • Weitere Störungen

Stimmstörungen

Die individuellen Ziele sind verschiedenen Bereichen zugeordnet:

Wahrnehmung, Tonus/Haltung/Bewegung, Atmung, Sprechen, Stimme und Artikulation

Funktionell

Die Ursache für die Stimmstörung liegt in der Fehlbelastung des Stimmapperates. Dies kann durch zu viel aber auch durch zu wenig Muskelspannung beim Sprechen entstehen.

Betroffen sind v.a. Menschen in Sprechberufen. Dazu zählen u.a. Lehrer:innen, Telefonist:innen und Verkäufer:innen.

Organisch

Hier liegt die Ursache an der Veränderung oder dem Fehlen der am Sprechen und an der Stimmgebung beteiligten Strukturen.

Beispiele sind: Entzündungen, hormonelle Veränderungen, Operationen, Tumore, Laryngektomie (Kehlkopfentfernung), Recurres-parese (Muskel-Lähmung) oder langfristiger Nikotin-/Alkoholkonsum

Funktionelle Stimmstörungen können im Verlauf zu organischen werden und umgekehrt.

Psychisch

Auch psychische Faktoren können die Stimme und das Sprechen beeinflussen und einschränken.

Ziele sind hier v.a. die Auseinandersetzung und die Identifikation mit der eigen Stimme, die Modifikation dieser sowie das gemeinsame Reflektieren herausfordernder Sprechsituationen, um diese wieder sicher meistern zu können.

Erworbene Sprach- und Sprechstörungen

Aphasie

Eine Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die durch eine Schädigung des Gehirns entsteht, zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma. Sie kann alle Bereiche der Sprache betreffen und sich auf das Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben auswirken. Häufig haben Betroffene Schwierigkeiten, die richtigen Wörter zu finden oder Gesprochenes und Geschriebenes zu verstehen. Die Ausprägung der Aphasie kann je nach Ort und Schwere der Hirnschädigung sehr unterschiedlich sein.

Die Ziele sind je nach Ausprägung und individuell empfundenen Einschränkungen im Alltag sehr unterschiedlich.

Dysarthrie

Eine Dysarthrie oder Dysarthrophonie ist eine erworbene Sprechstörung, die durch eine Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems entsteht. Betroffene haben Schwierigkeiten, die Bewegungen für das Sprechen gezielt zu steuern. Dadurch können Atmung, Stimme, Aussprache und Sprechmelodie beeinträchtigt sein.

 Die Ziele werden individuell in den genannten Bereichen festgelegt, um die Verständlichkeit zu verbessern und die Kommunikation im Alltag zu erleichtern.

Sprechappraxie

Eine Sprechapraxie ist eine erworbene motorische Sprechstörung, bei der die Planung und Steuerung der Sprechbewegungen gestört ist. Betroffene wissen genau, was sie sagen möchten, können die notwendigen Bewegungen für das Sprechen jedoch nicht richtig umsetzen. Dadurch kommt es häufig zu stockender oder suchender Sprache, Lautvertauschungen sowie Veränderungen der Sprechmelodie und des Sprechrhythmus.

Die Sprechbewegungen werden gezielt geübt, um die Verständlichkeit und die Kommunikation im Alltag zu verbessern.

Schluckstörungen, neurodegenerative Erkrankungen
und weitere

Dysphagie

Eine Dysphagie ist eine Schluckstörung. Dabei können die Aufnahme, das Kauen und/oder der Transport in den Rachen und die Speiseröhre betroffen sein. Die Ursachen sind vielfältig und können z.B. durch Erkrankungen, Nervenschädigungen oder Schädigungen der beteiligten Strukturen entstehen.

Die Schluckfunktion wird durch gezielte Übungen verbessert und es werden Strategien vermittelt, um das Schlucken im Alltag sicherer zu gestalten.

Neurodegenerative Erkrankungen

Unter anderem:

  • Demenz
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Die logopädischen Ziele fokussieren u.a. das Sprechen, die Sprache, das Schlucken und das Gedächtnis.

Weitere

  • Fazialisparese
  • Laryngektomie
  • Redeflusstörungen
  • Hörschädigungen

Telefon/Fax: +49 2536 343938

Mobil:  +49 1525 6167480

E-Mail:

logopaedie-schoenfeld@mailbox.org

Öffnungszeiten:

  • Mo – Fr
    • 08:00 – 18:00
  • Sa – So
    • Geschlossen

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